Magenband

Das Magenband ist eine operative Methode, die das natürliche Hungergefühl bei Übergewichtigen unterdrückt. Bei einer Operation wird um den oberen Anteil des Magens ein Silikonband geschlungen, wodurch künstlich eine sehr kleine Magentasche gebildet wird. Füllt sich diese beim Essen, signalisiert der Magen Sättigung.

Das Magenband ist mit einer Kochsalzlösung gefüllt und kann deshalb auch nach der Operation enger oder weiter gestellt werden: Über einen Schlauch kann mithilfe einer Spritze Flüssigkeit abgelassen oder hinzugefügt werden. Der Zugang dazu (Port) wird unter der Haut befestigt und hat etwa die Größe einer Münze. Kommt es zum Beispiel zu Erbrechen, weil das Magenband zu eng ist, kann es weiter gestellt werden.

Ein Magenband ist das am wenigsten eingreifende Operationsverfahren. Da Magen und Verdauungswege ansonsten unverändert bleiben, bestehen weniger Probleme bei der Aufnahme von Nährstoffen. Es ist zudem möglich, das Magenband wieder zu entfernen und den Eingriff dadurch rückgängig zu machen. Daher ist es besonders auch für junge Frauen mit einem Kinderwunsch eine sinnvolle Alternative. Allerdings können manchmal Verwachsungen die Entfernung des Magenbands erschweren.

In der Regel verringert sich das Körpergewicht nach Einsetzen eines Magenbands im ersten Jahr um etwa 10 bis 25 %. Ein Mann mit 1,80 Meter Körpergröße und 130 Kilogramm kann also gut 10 bis 30 Kilogramm Gewicht verlieren. Auch im zweiten und dritten Jahr nach dem Eingriff kann das Gewicht noch etwas zurückgehen.

In vergleichenden Studien war das Magenband weniger wirksam als eine Schlauchmagen-Operation oder ein Magenbypass. Manchmal reicht der Gewichtsverlust nicht aus. Dann kann das Magenband entfernt und eine magenverkleinernde Operation erwogen werden.

Zu den möglichen Nebenwirkungen eines Magenbands gehören Sodbrennen und Erbrechen, zum Beispiel wenn das Magenband zu eng ist. Außerdem kann das Magenband verrutschen, einwachsen oder einreißen. Manchmal muss es deshalb ersetzt oder entfernt werden. In Studien kam es bei etwa 8 von 100 Personen, die eine Magenband-OP hatten, zu einer Komplikation. Bis zu 45 von 100 Personen werden irgendwann nachoperiert – zum Beispiel, weil sie nicht genug Gewicht verloren haben oder ein Problem mit dem Magenband aufgetreten ist.